In den Sommerferien in der eigenen Wohnung gefangen – so fühlt sich die Ich-Erzählerin Ina in Marianne Kaurins Kinder-/Jugendroman, die mit ihrer arbeitslosen Mutter in einer Sozialsiedlung lebt. Als ihre Mitschüler:innen am letzten Schultag stolz erzählen, welche großartigen Reiseziele sie in den Ferien ansteuern werden, erfindet Ina, dass sie ebenso in den Süden reist, obwohl sich ihre Mutter keinen Urlaub leisten kann. Um mit ihrer Notlüge nicht aufzufliegen, sperrt sich Ina bei größter Hitze in ihrer Wohnung ein. Vilmer, der neue Mitschüler, kann sie schließlich aus dem Schlamassel befreien. Zusammen entwickeln sie eine äußerst kreative Idee, um sich ihren eigenen „Süden“ vor die Haustür zu zaubern…
Ziel dieses Seminars ist es, exemplarisch an diesem mit dem Deutschen Kinderliteraturpreis ausgezeichneten Roman zentrale Fragen der Unterrichtsplanung wie Sachanalyse, didaktische Analyse, methodische Realisierung, Lernzielbestimmung, mittelfristige Unterrichtsplanung etc. zu erarbeiten. Zugleich sollen aber auch weiterführenden Aspekte wie der Einsatz von Gegenwarts- und Kinder- und Jugendliteratur im oder aber auch Handreichungen für den Literaturunterricht behandelt werden. Insofern verbindet das Seminar theoretische ebenso wie unterrichtspraktische Fragestellungen mit Phasen der Reflexion.
Literatur: Marianne Kaurin: Irgendwo ist immer Süden. Hamburg: Woow 2020
Die Veranstaltung ist dem Bereich Literaturdidaktik zuzuordnen. Sie richtet sich insbesondere an Studierende der folgenden Lehrämter:
Grundschule +++
Förderschule +++
Haupt-/Real-/Regionalschule +++++
Gymnasium +++++
Berufsschule + |