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Veranstaltung

Weder Relativismus noch Dogmatismus: Apels Wahrheitsbegriff (Zur Erinnerung an Apels 100. Geburtstag (T/P)

  • Funktionen:

Grunddaten

Veranstaltungsart Seminar SWS 2.00
Veranstaltungsnummer 79102 Semester SS 2022
Sprache Deutsch Studienjahr
Hyperlink Stud.IP Link zu dieser Lehrveranstaltung in Stud.IP

Belegung über StudIP

Status Link
Anmeldeverfahren    Link

Module

5300030 Theoretische Philosophie 1
5300040 Praktische Philosophie 1
5300050 Theoretische Philosophie 2
5300060 Praktische Philosophie 2
5380030 Einführung in die Praktische Philosophie
5380040 Einführung in die Theoretische Philosophie
5380100 Spezialisierung in der Theoretischen Philosophie
5380120 Spezialisierung in der Praktischen Philosophie
5380170 Spezialisierung in der Theoretischen Philosophie
5380220 Spezialisierung in der Praktischen Philosophie für das Beifach zum Lehramt
5380230 Spezialisierung in der Theoretischen Philosophie für das Beifach zum Lehramt
5380260 Philosophische Schwerpunktsetzung im Lehramt
5380310 Philosophische Spezialisierung

Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook

  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Do. 09:00 bis 17:00 Einzel am 18.08.2022 A.-Bebel-Str. 28 - SR 9028, A.-Bebel-Str. 28 Raumplan Hesse findet statt    
Einzeltermine:
  • 18.08.2022
Einzeltermine anzeigen
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-. 09:00 bis 17:00 Block 15.08.2022 bis 16.08.2022  A.-Bebel-Str. 28 - SR 9028, A.-Bebel-Str. 28 Raumplan Hesse findet statt    
Gruppe [unbenannt]:
 

Verantwortliche Person

Verantwortliche Person Zuständigkeit
Prof. Dr. Dr. Reinhard Hesse

Studiengänge

Studiengang/Abschluss/Prüfungsversion Semester Teilnahmeart
Philosophie, Bachelor (Erstfach, 2018) 4. - 5. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, Bachelor (Erstfach, 2020) 4. - 5. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, Bachelor (Zweitfach, 2018) 4. - 5. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, Bachelor (Zweitfach, 2020) 4. - 5. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, Beifach Lehramt (2017) 6. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, Beifach Lehramt (2019) 6. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, LA an Gymnasien (2012) 4. - 9. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, LA an Gymnasien (2019) 4. - 9. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, LA an Regionalen Schulen (2012) 4. - 9. Semester wahlobligatorisch
Philosophie, LA an Regionalen Schulen (2019) 4. - 9. Semester wahlobligatorisch

Zuordnung zu Einrichtungen

PHF/Institut für Philosophie (IP)

Inhalt

Lerninhalte

Die Grundeinsichten der sog. transzendentalpragmatischen Erkenntnistheorie und Ethikbegründung sind m.E. eigentlich sehr einfach und für jeden normalsinnigen Laien ohne weiteres nachvollziehbar:
Erstens, dass es nötig ist, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Sapere aude! (Das ist zugleich auch schon das Schwerste!)
Zweitens, dass es keine Instanz außerhalb des Menschen als Gattungswesen gibt, welche ihm sagt, was Wahrheit ist, was Sinn, was gut und böse.
Drittens, dass wir Menschen folglich aufeinander angewiesen sind in unserer ansonsten hilflosen Suche nach Wahrheit und Moral.
Viertens, dass “Philosoph” zu sein, heißt, “Freund der Weisheit” zu sein, nicht ihr Besitzer. Freund aber bin ich nur solange ich mich bemühe.
Fünftens, dass folglich - i.S. dieses Bemühens - Erkenntnis immer offen sein muss für begründete Revision.
Dass philosophische Erkenntnis, sechstens, also den Anspruch auf Geltung (Wahrheit) ebensowenig aufgeben kann, wie sie sich in die vermeintliche Sicherheit ideologischer Dogmen flüchten darf. (Der Anspruch auf Geltung soll ja durch eine eventuelle Revision gerade verstärkt werden.)
Siebtens schließlich, dass das im obigen Verständnis zur conditio humana notwendig gehörende schlichte Stellen einer ernsthaften Frage zugleich (im sog. performativ-pragmatischen Sinn) ein Sich-Stellen auf den Boden einer virtuell universalistischen Minimalethik ist; dass also der Mensch nicht Mensch sein kann, ohne im Medium der Sprache den anderen implizit immer schon anerkannt und sich mit ihm auf ein Geflecht wechselseitiger, gleicher Rechte und Pflichten eingelassen zu haben.
Auch der radikalste Bestreiter ist auf das Stellen ernsthafter Fragen (und seien sie nur strategischer Natur) angewiesen, auch er braucht sichere Erkenntnis (Wahrheit). Neben mangelndem guten Willen, mangelnder Einsicht und natürlich auch mangelnden Kommunikationswegen (im technischen Sinn) ist es vor allem die Ausübung von Herrschaft (Macht), die die beschriebene Idealsituation als utopisch erscheinen lässt. Das ist sie aber nicht. Sie ist eine mit jeder ernsthaft gestellten Frage notwendigerweise immer schon gemachte Antizipation.
Je geringer die Hindernisse sind, die ihr im Weg stehen, desto leichter wird es uns gelingen, um mit Kant zu sprechen, die Wahrheit zu erkennen, das Richtige zu tun und uns dabei nicht durch leere Hoffnungen narren zu lassen.

Ich erhoffe mir lebendige Diskussionen, nicht zuletzt auch über Bezüge zwischen Apels Philosophie und der gegenwärtigen Weltsituation. 

Die LV richtet sich vor allem an Anfangssemester; Fortgeschrittene sind jedoch auch willkommen. Leistungsnachweise können erworben werden. Das Anfertigen einer Hausarbeit ist möglich.
 
Die oben skizzierten Gedanken sind näher ausgeführt in: R. Hesse: „Worum geht es in der Philosophie? Grundfragen der Philosophie zwischen Wahrheit und Macht“,  ISBN 978-3-8258-1187-7

Für eventuelle Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung: hesse(at)ph-freiburg.de oder telefonisch unter:  0178-2741294  

Über Ihr Interesse freue ich mich!

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2022 , Aktuelles Semester: Winter 2022/23