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Veranstaltung

Abschied von der Macht: Sturz, Rückzug und Abkehr von der Welt in der politischen Kultur der Frühen Neuzeit

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Grunddaten

Veranstaltungsart Hauptseminar SWS 2.00
Veranstaltungsnummer 72831 Semester WS 2021/22
Sprache Deutsch Studienjahr
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Belegung über StudIP

Status Link
Anmeldeverfahren    Link

Module

5700300 Geschichte der Neuzeit 3
5700380 Geschichte der Neuzeit 2
5780090 Geschichte der Frühen Neuzeit Vertiefung kompakt
5780100 Geschichte der Frühen Neuzeit Vertiefung intensiv
5780150 Epochenübergreifende Studien
5780170 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Gymnasien
5780180 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Regionalen Schulen
5780220 Neuere Geschichte 2
5780230 Neuere Geschichte 2a
5780290 Epochenübergreifende Studien
5780300 Geschichte der Frühen Neuzeit Vertiefung intensiv
5780310 Geschichte der Frühen Neuzeit Vertiefung kompakt
5780440 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Gymnasien
5780460 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Regionalen Schulen

Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook

  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Do. 09:15 bis 10:45 woch 14.10.2021 bis 28.01.2022  Doberaner Str. 137-139, 140, 142, 143 - HS, Orthopädie, Doberaner Str. 142 Raumplan von Thiessen findet statt     25
Gruppe [unbenannt]:
 

Verantwortliche Person

Verantwortliche Person Zuständigkeit
Prof. Dr. phil. habil. Hillard von Thiessen

Studiengänge

Studiengang/Abschluss/Prüfungsversion Semester Teilnahmeart
Geschichte, Bachelor (Erstfach, 2018) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Erstfach, 2020) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Zweitfach, 2018) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Zweitfach 2020) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Beifach Lehramt (2017) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Beifach Lehramt (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Gymnasien (2012) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Gymnasien (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Regionalen Schulen (2012) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Regionalen Schulen (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA für Sonderpädagogik (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA für Sonderpädagogik (allgemeinbildendes Fach, 2012) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch

Zuordnung zu Einrichtungen

PHF/Historisches Institut (HI)

Inhalt

Kommentar

Dass der richtige Moment für den Rückzug von Macht und Einfluss oft sehr schwer einzuschätzen ist, zeigt sich auch in der Gegenwart immer wieder. Während in Demokratien der Wechsel der politischen Führungsfiguren – auch nach längeren Amtszeiten – selbstverständlicher Teil des Systems ist oder zumindest sein sollte, sind traditionelle fürstliche Herrschaften anders organisiert. Der Fürst regierte in der Regel, bis er starb oder regierungsunfähig wurde, und sein Regierungs- und Verwaltungspersonal blieb so lange im Amt, wie es in der Gunst des Herrschers stand. Wie aber konnte ein Fürst (und mitunter auch eine Fürstin), der bzw. die die Bürde seiner Stellung nicht mehr tragen wollte, seine Abdankung begründen? Welche legitimatorisch akzeptablen Möglichkeiten bestanden für die führenden Fürstendiener, den Absprung von ihrem Amt zu schaffen, bevor sie gestürzt wurden, und wie konnten sie, wenn der Fürst ihnen dann doch die Gunst entzog, eine neue, gesellschaftlich akzeptable Rolle finden? Welche Vorstellungen von Verantwortung – politischer, gesellschaftlicher, religiöser – gab es? Im Seminar wollen wir uns mit Aussteigern aus dem politischen Geschäft, mit gescheiterten Favoriten, mit Ministern, die von Melancholie ergriffen wurden, mit einflussreichen Frauen, die ihre Macht zu verbergen suchten und mit Fürsten, die angesichts des nahenden Lebensendes (und in Erwartung des Jüngsten Gerichts) neue Prioritäten jenseits der Politik setzten. Wie sie diesen Ausstieg aus der Politik bewerkstelligten (oder auch daran scheiterten), welche Erwartungen an sie gerichtet wurden und welche Alternativen es zu und nach einem Leben als politische Führungsfigur gab, sagt viel über die politische, soziale und religiöse Kultur der Frühen Neuzeit aus und lädt gerade deshalb auch zu Vergleichen mit der Gegenwart und im Rahmen des epochenübergreifenden Moduls zum Thema „Konflikte und Krisen“ ein.

Einschreibezeitraum für Studierende ab dem 2. Semester:
02.08.2021, 12:00 Uhr bis 27.08.2021, 16:00 Uhr
Loszeitpunkt:
27.08.2021, 16:10 Uhr

Literatur

Jan Hirschbiegel / Werner Paravicini (Hg.): Der Fall des Günstlings. Hofparteien in Europa vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. 8. Symposium der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Neuburg an der Donau, 21. bis 24. September 2002. Ostfildern 2004.

Magdalena S. Sánchez: Melancholy and Female Illness. Habsburg Women and Politics at the Court of Philipp III, in: Journal of Women´s History 8 (1996), S. 81–102.

Barbara Stollberg-Rilinger (Hg.): Was heißt Kulturgeschichte des Politischen? (Zeitschrift für historische Forschung, Beiheft 35). Berlin 2005.

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