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Veranstaltung

Autonomie als Friedenslösung

  • Funktionen:

Grunddaten

Veranstaltungsart Hauptseminar SWS 2.00
Veranstaltungsnummer 58042 Semester SS 2022
Sprache Deutsch Studienjahr
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Belegung über StudIP

Status Link
offene Belegung (kein Anmeldeverfahren)    Link

Module

3300060 Internationale Ordnungen und Konflikte
3380050 Weiterführende Fragen der Politikwissenschaft für Lehramt an Gymnasien
3380100 Weiterführende Fragen der Politikwissenschaft für Lehramt an Regionalen Schulen

Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook

  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Fr. 14:00 bis 20:00 Einzel am 13.05.2022 Ulmenstr. 69 - SR 134, Ulmenstr. 69, Haus 1 Raumplan   findet statt    
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Sa. 10:00 bis 19:00 Einzel am 14.05.2022 Ulmenstr. 69 - SR 134, Ulmenstr. 69, Haus 1 Raumplan   findet statt    
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So. 10:00 bis 16:00 Einzel am 15.05.2022 Ulmenstr. 69 - SR 134, Ulmenstr. 69, Haus 1 Raumplan   findet statt    
Gruppe [unbenannt]:
 

Verantwortliche Personen

Verantwortliche Personen Zuständigkeit
Prof. Dr. phil. habil. Jörn Dosch
Dr. Oskar Peterlini verantwortlich

Studiengänge

Studiengang/Abschluss/Prüfungsversion Semester Teilnahmeart
Politikwissenschaft, Bachelor (Erstfach, 2018) 5. - 8. Semester wahlobligatorisch
Sozialkunde, LA an Gymnasien (2012) 8. Semester wahlobligatorisch
Sozialkunde, LA an Gymnasien (2019) 8. Semester wahlobligatorisch
Sozialkunde, LA an Regionalen Schulen (2019) 8. Semester wahlobligatorisch

Zuordnung zu Einrichtungen

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (WSF)

Inhalt

Kommentar

Konflikte zwischen Nationalitäten bilden immer noch die Hauptursache für Auseinandersetzungen und Kriege und haben die Menschen Jahrtausende lang gegeißelt und zu zwei katastrophalen Weltkriegen geführt.
Die Mehrheit der heutigen Konflikte spielt sich nicht allein zwischen Staaten ab, sondern innerhalb der Staaten, infolge der Spannungen zwischen Zentralstaat und nationalen Minderheiten oder zwischen Nationalitäten. Ideale Grenzziehungen sollten der Selbstbestimmung der Betroffenen folgen. Aber solche lassen sich nur schwerlich verwirklichen. Für die Lösung von Grenzfragen zwischen Staaten und den Schutz von Minderheiten in einem fremden Staat, bietet sich deshalb das Autonomiemodell an.
Südtirol bietet sich als ideales Untersuchungsobjekt an, dessen Schicksal in einem fremden Staat (Italien) über hundert Jahre lang verfolgt werden kann. Viele Länder suchen für ihre Minderheiten Lösungen nach diesem Muster. Vor allem im Osten Europas, gilt es noch viele offene Minderheiten-Probleme zu lösen.
Dazu stellen sich allerdings Fragen, wie eine solche Autonomie funktioniert, wie nachhaltig dieses Modell, wie resistent es gegenüber den Entwicklungen im Staat ist, welche Rolle Wahlsysteme spielen, welche Transitionen der Staat selbst vollzieht und wie sich diese auswirken, welche Rahmenbedingungen im Staate und in der Autonomie die besten Voraussetzungen für eine Friedenslösung bieten.
Wir vergleichen in diesem Seminar auch andere Autonomielösungen, besonders jene der Åland Inseln (Finnland), die eine ähnlich wechselvolle Geschichte erlebt haben. Ein weiterer Vergleich lohnt sich mit Hongkong (China), einer mit Kompetenzen sehr stark ausgerüsteten Autonomie, um zu untersuchen, warum sie so kläglich gescheitert ist.
Wir wollen uns auch fragen, warum viele Staaten ihren Minderheiten keine Rechte gewähren und ob ein solches Verhalten überhaupt in ihrem Interesse liegt. Schließlich wollen wir gemeinsam prüfen, welche Elemente eine Autonomie enthalten sollte, um sich nachhaltig für eine Friedenslösung zu bewähren.

Literatur

• Ghai, Y. / Woodman, S. (Hg): Practising Self-Government: A Comparative Study of Autonomous Regions. Cambridge University Press, Cambridge, New York.
• Benedikter, T. (2021): 100 Jahre moderne Territorialautonomie, Was kann Autonomie? Hintergründe, Einschätzungen, Gespräche zu Autonomie weltweit, LIT Verlag, Berlin.
• Dosch J. / Lakatos, M. (2020): South Tyrol and Åland: Collective Identity in the Interplay of Old and New Minorities, in Studies in Ethnicity and Nationalism, Vol. 20, No
• Peterlini, O. (2021c): Die Autonomien Ålands und Südtirols im Vergleich - Analyse und Gegenüberstellung der Verfassungen und der Autonomiestatuten, Europa Ethnica 1/2 2021, Facultas Wien
• Peterlini, O. (2020e): Hongkong - die Schwächen einer starken Autonomie, Gründe für ihre Krise – Aufbau und Vergleich mit Südtirols Rechtssystem, Europa Ethnica 3/4 2020.
• Peterlini, O. (2012k de): Südtirols Autonomie und die Verfassungsreformen Italiens, Vom Zentralstaat zu föderalen Ansätzen: die Auswirkungen und ungeschriebenen Änderungen im Südtiroler Autonomiestatut, New Academic Press, Wien.
• Peterlini, O. (2012e de): Minderheitenschutz und Wahlsysteme, Die Spielregeln von Wahlsystemen und ihre Auswirkungen auf Sprachminderheiten - Südtirol und europäische Minderheiten im Blickfeld, New Academic Press, Wien.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2022 , Aktuelles Semester: Winter 2022/23