Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
Startseite    Anmelden     
Winter 2022/23    Hilfe  Trennstrich  Sitemap  Trennstrich  Impressum  Trennstrich  Datenschutz  Trennstrich  node2  Trennstrich  Switch to english language

Veranstaltung

Europa zwischen Julirevolution und italienischer Einigung 1830-1861

  • Funktionen:

Grunddaten

Veranstaltungsart Hauptseminar SWS 2.00
Veranstaltungsnummer 72893 Semester WS 2022/23
Sprache Deutsch Studienjahr
Hyperlink Stud.IP Link zu dieser Lehrveranstaltung in Stud.IP

Belegung über StudIP

Status Link
Anmeldeverfahren    Link

Module

5700300 Geschichte der Neuzeit 3
5700380 Geschichte der Neuzeit 2
5780130 Geschichte der Moderne Vertiefung kompakt
5780140 Geschichte der Moderne Vertiefung intensiv
5780150 Epochenübergreifende Studien
5780170 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Gymnasien
5780180 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Regionalen Schulen
5780220 Neuere Geschichte 2
5780240 Neuere Geschichte 2b
5780290 Epochenübergreifende Studien
5780320 Geschichte der Moderne Vertiefung intensiv
5780330 Geschichte der Moderne Vertiefung kompakt
5780440 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Gymnasien
5780460 Thematisch definiertes Modul nach Wahl für Lehramt an Regionalen Schulen

Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook

  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 13:15 bis 14:45 woch 13.10.2022 bis 27.01.2023  A.-Bebel-Str. 28 - R 10020, PC-Pool, A.-Bebel-Str. 28 Raumplan Gruner findet statt     25
Gruppe [unbenannt]:
 

Verantwortliche Person

Verantwortliche Person Zuständigkeit
Prof. Dr. phil. Wolfgang-Dietrich Gruner

Studiengänge

Studiengang/Abschluss/Prüfungsversion Semester Teilnahmeart
Geschichte, Bachelor (Erstfach, 2018) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Erstfach, 2020) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Zweitfach, 2018) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Bachelor (Zweitfach 2020) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Beifach Lehramt (2017) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, Beifach Lehramt (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Gymnasien (2012) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Gymnasien (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Regionalen Schulen (2012) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA an Regionalen Schulen (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch
Geschichte, LA für Sonderpädagogik (2019) 5. - 9. Semester wahlobligatorisch

Zuordnung zu Einrichtungen

PHF/Historisches Institut (HI)

Inhalt

Kommentar

Die Revolution von 1830 in Frankreich wurde mit durch eine Agrar- und Absatzkrise in Eu-ropa seit den 1820er Jahren ausgelöst. Die Französische Julirevolution von 1830 hatte weit reichende Auswirkungen auf Frankreich und die Nachbarstaaten. Der französische König Karl I. wurde abgesetzt und floh nach England, als Ergebnis der „Les Trois Glorieuses“ wurde Louis Philippe König der Franzosen. Es kam zur Abspaltung der südlichen Niederlande von den Vereinigten Niederlanden und zur Gründung Belgiens. In Italien und in Polen kam es zu Aufständen, die niedergeschlagen wurden. In den Staaten des Deutschen Bundes kam es zu Unruhen. Mehrere Staaten erhielten konstitutionelle Verfassungen (Hessen-Kassel, Hannover, Sachsen, Braunschweig). In den süddeutschen Verfassungsstaaten kam es zu ‚stürmischen Landtagen‘. Das Hambacher Fest 1832 führte zu Maßnahmen des Deutschen Bundes. Der Nationalismus wurde, nicht nur im deutschen Mitteleuropa, zur Massenbewegung. In Großbritannien kam es nach dem Tod Georg IV. 1830 zur Parlamentsreform (Reform Act of 1832) und zum Regierungswechsel.
Warum haben die europäischen Großmächte 1830 gemäß ihrer vertraglichen Verpflichtungen nicht eingegriffen und Louis Philippe an französischen König anerkannt? Warum dauerte es von 1830/31 bis 1839 ehe die belgisch-luxemburgische Frage, die Trennung Belgiens von den Niederlanden vollzogen werden konnte. In beiden Fällen spielten wirtschaftliche, machtpolitische, persönliche sowie die Ausbildung eines ideologischen Blocksystems mit ei-ne Rolle. Hinzu kam die „Orientalische Frage“.
Die „Rheinkrise“ von 1840 die Europa wegen des Konfliktes zwischen Frankreich, Großbritannien, Österreich, Rußland und Preußen in der Orientalischen Frage an den Rand eines Krieges brachte, ließ nationale Emotionen hochkochen, konnte aber 1841 vertraglich geregelt werden.
Den europäischen Revolutionen von 1848/49 waren Agrar- und Absatzkrisen der Industrie voran gegangen. Neben dem Schweizer Sonderbundkrieg mündete die Krise 1848 in die Französische Februarrevolution und die Gründung der 2. Republik sowie deutsche und andere europäische Staaten. In der Blick kommt vor allem auch Italien (Piemont-Sardinien), das die italienische Einigung selbst gegen Österreich militärisch erreichen wollte.
In Deutschland gab es in einzelnen Staaten revolutionäre Akte (u.a. Preußen, Österreich, Sachsen). Die Gründung eines deutschen Nationalstaates scheiterte 1848/49.
Der Krimkrieg 1853-1856 brachte die Orientalische Frage zurück und brachte die Niederlage Russlands, das 1856 den Pariser Frieden abschließen musste und neben der Neutralisierung des Schwarzen Meeres auch die Unabhängigkeit der Donaufürstentümer (weitgehend das heutige Rumänien.
Verbündeter in der antirussischen Allianz war neben Großbritannien und Frankreich auch Piemont-Sardinien). In einem kurzen Krieg gegen Österreich in einer Allianz mit Frankreich 1859 vollzog Italien seine Staatsgründung bis 1861 durch Referenden und militärische Aktionen, u.a. Garibaldis.

Einschreibezeitraum für Studierende ab dem 2. Semester:
01.08.2022, 12:00 Uhr bis 26.08.2022, 16:00 Uhr
Loszeitpunkt:
26.08.2022, 16:10 Uhr

Literatur

Birgit Aschmann, Durchbruch der Moderne. Neue Perspektiven auf das 19. Jahrhundert (2019) – Winfried Baumgart, Der Friede von Paris 1856 (1972) (als Pdf-Datei im Internet verfügbar) – Roger Bullen, Palmerston, Guizot and the Collapse of the Entente Cordiale (1974). – Clive C. Church, Europe in 1830: Revolution and Political Change (1983) – Beatrice de Graaf et al (Hg.), Securing Europe after Napoleon: 1815 and the New European Security Culture (2019) – Wolf D. Gruner, Der Deutsche Bund 1815-1866 (2012) – Ders., Die belgisch-luxemburgische Frage 1830-1839 (Francia 5/1977) – Paul W Schroeder, The Transformation of European Politics 1763-1848 (1994 – Miroslav Sedivy, Metternich, the Greatz Powers and the Eastern Question (2013) – Ders., Si vis pacem, para bellum. The Itali-an Response to International Insecurity 1830-1848 (2021).

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis Winter 2022/23 gefunden:
Hauptseminare · · · · [+]